April 27, 2026
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Rumänienfahrt vom 17. bis 24. April Markus Mende
Am 17. April starteten Markus Mende, Robin Winkler und Danilo Reuter wieder einen Hilfstransport von Chemnitz nach Rumänien.
Hier ein Bericht von Markus Mende zu dieser Fahrt:
Am Freitag, dem 17.April 2026 haben wir vormittags unseren Transporter, der uns schon viele Jahre zuverlässig nach Rumänien und wieder zurückbringt, bis unter das Dach beladen. Das Fahrzeug wird uns freundlicherweise jedes Mal vom AutoCenterChemnitz zur Verfügung gestellt – dafür ein herzliches Dankeschön.
Auch diesmal wurden uns wieder viele nützliche Dinge mitgegeben. Mit an Bord waren Kleidung, Hygieneartikel, mehrere Rollatoren und Gehbänke, 15 Fahrräder, drei Matratzen, drei Kinderwagen, zahlreiche Spielsachen, Saatgut, Schuhe und vieles mehr. Ein großes Dankeschön an alle, die gespendet und bei der Organisation geholfen haben!
Gegen 14:30 Uhr sind wir in Richtung Iaşi (Rumänien) gestartet. Die rund 1600 Kilometer lange Fahrt verlief reibungslos. Am Samstag kamen wir gegen 16 Uhr in Cotu Morii an, wo wir herzlich von unseren Freunden empfangen wurden. Nachdem wir das Fahrzeug entladen hatten, ließen wir den Tag bei einem gemeinsamen Essen ausklingen.
Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst in Sculeni. Am Nachmittag trafen wir Menschen aus den umliegenden Dörfern. Mit den Kindern spielten wir draußen und ein besonderes Highlight war ein Fußballspiel mit einigen Dorfbewohnern – Gras- und blaue Flecken inklusive.
Am Montagvormittag stellte Letta gemeinsam mit ihrem Team in Cotu Morii die mitgebrachten Spenden für die verschiedenen Familien zusammen. Währenddessen fuhren wir drei nach Iaşi und kauften 30 Lebensmittelpakete ein. Diese enthielten Äpfel, Bananen, Kartoffeln, Öl, Reis, Zucker, Mehl, Nudeln, weiße Bohnen, Wurst, Butter und Waschmittel.
Nach unserer Rückkehr wurden die Pakete fertiggestellt, Saatgut portioniert, Bälle aufgepumpt und die Fahrzeuge beladen. Anschließend fuhren wir in die Dörfer und besuchten viele Familien. Am Nachmittag setzte jedoch anhaltender Regen ein, der unsere Arbeit deutlich erschwerte.
Am Dienstag verlief der Tag ähnlich. Aufgrund des Regens vom Vortag konnten einige Besuche leider nicht stattfinden. Dennoch konnten wir wieder viele Kinderaugen zum Leuchten bringen. Besonders berührend war die Unterstützung einer jungen Mutter mit vier Kindern, die gemeinsam mit ihrer Mutter in einem kleinen Haus lebt, das vom Bürgermeister zur Verfügung gestellt wurde. Wir konnten ihnen mit zwei Kubikmetern Brennholz helfen – eine sehr wertvolle Unterstützung, da Holz knapp und teuer ist. Die Erleichterung der beiden Frauen war deutlich spürbar.
Am selben Tag stellt uns Letta zwei Mädchen vor, die ab September die 9. Klasse in Iaşi besuchen könnten. Dafür wäre jedoch ein täglicher Trasport (ca. 22 km pro Strecke) notwendig. Die Kosten belaufen sich auf etwa 34 Lei (6,80 €) pro Tag. Vergünstigte Schülertickets oder Monatskarten gibt es derzeit leider nicht. Wir möchten den Mädchen – Andreea, Lacramioara sowie Elena und Ioana – gerne helfen, diese Chance auf eine weiterführende Schulbildung zu nutzen. Wer sie mit einer einmaligen oder regelmäßigen Spende unterstützen möchte, kann sich gerne an uns wenden.
Am Dienstagabend ließen wir die gemeinsame Zeit bei einem Abendessen mit allen Helfern ausklingen. Wir sind sehr dankbar für das großartige Miteinander und die wertvolle Zusammenarbeit mit unseren Freunden in Rumänien.
Auf der Rückreise legten wir einen Zwischenstopp bei der Familie Gergely in Camar ein und übernachteten dort. Diese Pause ist immer eine willkommene Abwechslung zur langen Fahrt im Transporter.
Am Donnerstagnachmittag traten wir schließlich die Heimreise an und kamen am Freitag um 1 Uhr wohlbehalten zu Haus an.
Wie immer blicken wir dankbar, demütig und auch ein wenig traurig auf die Zeit in Rumänien zurück. Traurig – weil unsere Hilfe oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Demütig – weil uns bewusstwird, wie gut es uns geht und vor welchen Herausforderungen andere Menschen stehen. Dankbar – weil es jedes Mal aufs Neue beeindruckend ist zu erleben, wie Menschen an unterschiedlichen Orten gemeinsam etwas Gutes bewirken können.
*Funfact:* In den ersten drei Tagen wurden wir insgesamt viermal von Polizei oder Zoll kontrolliert – ein fast filmreifes Erlebnis, vor allem, weil die Englischkenntnisse auf beiden Seiten eher „kreativ“ waren. (-: